Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e. V.


Der bdvb von 1975 bis zum 100. Geburtstag in 2001

1975

Prof. Dr. Gerhard Zeitel

In der Mitgliederversammlung im Mai 1975 in Stuttgart wird Prof. Dr. Gerhard Zeitel, Finanzwissenschaftler und späterer Finanz- und Kultusminister des Saarlandes, zum Präsidenten des bdvb gewählt. Die stärkere Repräsentation der Wirtschaftswissenschaftler in der Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber den staatlichen Instanzen, ist eines seiner Anliegen. Allein 1977 veröffentlicht der bdvb Ergebnisse von vier Umfragen, die sich mit Fragen der Bildungs- und Beschäftigungspolitik befassen. Besondere Beachtung finden die Untersuchungen zu „Studiendauer“ und „Titelwirrwarr“ in der Wirtschaftswissenschaft. Ihre Ergebnisse dienen u.a. im Deutschen Bundestag als Grundlage verschiedener „Kleiner Anfragen“.

1976, im 75jährigen Jubiläumsjahr des Verbandes, erscheint das Verbandsorgan „Der Volks- und Betriebswirt“ (vub) in verbesserter Form zehnmal pro Jahr zusammen mit den „bdvb-Nachrichten“.

Prof. Dr. Gerhard Zeitel leitet bis 1982 den bdvb nahezu acht Jahre lang.


1982

In der Mitgliederversammlung am 15. Oktober 1982 in Mannheim wird der Hochschullehrer Dr. Klaus Bierle aus Saarbrücken zum neuen bdvb-Präsidenten gewählt. Eines der ersten sichtbaren Zeichen des neuen Präsidenten ist die Mitgliederzeitung „bdvb-aktuell“. Sie macht das Verbandsgeschehen transparenter, erleichtert die Kontakte der Mitglieder untereinander und fördert die Kommunikation innerhalb des Netzwerkes. In der ersten Ausgabe Ende 1982 betont Dr. Bierle, dass die Aufgaben der Bezirksgruppen gestärkt und insbesondere die Hochschulgruppen besser gefördert werden sollen. Er verdeutlicht zugleich die finanziellen Probleme, vor denen der bdvb steht.

Als 1984 der Meininger Verlag in Neustadt/Weinstraße das Verbandsorgan „Der Volks- und Betriebswirt“ (vub) übernimmt, werden damit erste Schritte hin zu einem Wirtschaftsmagazin getan. Dieser Grundgedanke wird drei Jahre später vollends in die Tat umgesetzt, als der KMTVerlag für Wirtschaftspublizistik den „vub“ verlegt. Nach eigenem Anspruch ist der „Volks- und Betriebswirt“, unter der Leitung von Chefredakteur Dipl.-Kfm. Heiner Kilian, von nun an das Magazin für den Ökonomen.
Neben dem Ausbau von Serviceleistungen für Mitglieder und der Förderung internationaler Verbandskontakte wird insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt. Besonders die Umfrage „Wirtschaftswissenschaftler ´83 – Studienbedingungen und Berufsperspektiven“ sorgt für reges öffentliches Interesse. Die WirtschaftsWoche und alle großen Zeitungen berichten ausführlich darüber. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre gelingt es dem Präsidium, vornehmlich durch die Arbeit des Schatzmeisters Dr. Heino von Tesmar, die Kostenstrukturen zu straffen und so die Finanzlage des Verbandes zu bessern. Die Bonner Geschäftsstellenorganisation wird modernisiert und eine eigene computergestützte Mitgliederverwaltung eingeführt. Zu Beginn des Jahres 1988 übernimmt Präsidialmitglied Dipl.-Volksw. Dieter Schädiger die bdvb-Geschäftsführung. Der bdvb hat Ende 1988 insgesamt 2908 Mitglieder, davon 898 Studierende.

 


1990

In den Verbandsgremien, insbesondere im Präsidium, entwickelt sich die Diskussion über die Öffnung des bdvb für Studierende und Absolventen an Fachhochschulen. Am 10. November 1990 beschließt die Mitgliederversammlung nach engagierter Debatte mit großer Mehrheit eine entsprechende Satzungsänderung. Daraus ergibt sich die Integration des VDB, Verband Deutscher Betriebswirte (die bedeutendste Organisation von Absolventen und Studierenden an Fachhochschulen), in den bdvb. 550 VDB-Mitglieder schließen sich dem bdvb an. Der VDB löst sich danach auf. Der bdvb gründet die „Fachgruppe Fachhochschule“, die mit Erweiterung ihres Aufgabengebietes im Frühjahr 1995 in „Fachgruppe Bildungspolitik“ umbenannt wird. Die Zahl der Studierenden und mit ihr die der bdvb-Hochschulgruppen wächst in den 90er Jahren stetig. Für sie wird eine Praktikum- Kontakt-Börse aufgebaut, die bundesweit Praktikantenplätze in der Wirtschaft vermittelt. Fachtagungen auf hohem Niveau unter der planerischen und organisatorischen Regie von Bezirks-, Hochschul- und Fachgruppen gehören zum festen Bestandteil des bdvb-Jahresprogramms.

Auf Wunsch zahlreicher Mitglieder veranstaltet der bdvb seit 1990 alle zwei Jahre (jeweils am zweiten Freitag im November) einen Verbandstag. Zusammen mit der Mitgliederversammlung am nächsten Tag dient er als Informationsund Kommunikationsforum. Am 1. Juni 1991 zieht die bdvb-Geschäftsstelle offiziell von Bonn nach Düsseldorf. Am 15. Dezember 1991 feiert der bdvb in Düsseldorf mit großer Beteiligung sein 90jähriges Bestehen mit einem Festakt im Auditorium der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die zu dieser Zeit auch die Sonderausstellung „Joseph Beuys“ ausrichtet. Den Festvortrag hält der Vorsitzende des Sachverständigenrates Prof. Dr. Dr. h.c. Hans K. Schneider. Der bdvb-Alterspräsident Hans-Georg Rackow wird Ehrenpräsident des bdvb. Unter dem Titel „90 Jahre bdvb“ wird der bdvb in seiner historischen Entwicklung und seinem derzeitigen und zukünftigen Aufgabenspektrum ausführlich dargestellt. 1992 wird die Tradition wieder aufgenommen, langjährige Mitglieder für ihre Verbandstreue mit der Verleihung einer Urkunde zu ehren. Zudem legt sich der bdvb eine neue Corporate Identity (Logo) zu. Alle Mitglieder können seit 1994 eine bdvb-Verbandsnadel erwerben.

 


1996

Insbesondere auf Initiative des geschäftsführenden Vizepräsidenten Dipl.-Volksw. Dieter Schädiger verfolgt der Verband eine aktive Dienstleistungsstrategie. So startet der bdvb in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit hoher Arbeitslosigkeit eine Arbeitsmarktoffensive für seine Mitglieder mit Praktikum-Kontakt-Börse, Know-how-Börse (Vermittlung fertiger Diplomarbeiten), Stellenbörse für Wirtschaftsakademiker, Bewerbungs- und Karriereberatung.

Stellengesuche und -angebote werden seitdem in „bdvbaktuell“ veröffentlicht. Die Fachgruppen bilden ein immer stärkeres Element im bdvb. Die Fachgruppe „Beratende Volks- und Betriebswirte“ verfasst eine Berufsethik und vergibt in einem Verzeichnis aufgeführten, qualifizierten bdvb-Beratern ein Zertifikat.

Im Frühjahr 1997 geht der bdvb unter www.bdvb.de mit der Homepage „Netzwerk für Kontakte und Kommunikation“ als einer der ersten deutschen Verbände ins Internet. Zügig wird das Online-Angebot ausgebaut und regelmäßig aktualisiert. Viel Prominenz trifft sich im Mai 1998 in Köln anlässlich des 125jährigen Geburtstages von Univ.-Prof. Dr. Dr. mult. Eugen Schmalenbach. Die Feier wird von der ortsansässigen bdvb-Bezirksgruppe ausgerichtet. Zum Ende des Jahres 1998 erscheint die letzte Ausgabe „Der Volks- und Betriebswirt“ (vub).

 


Die Mitgliederzeitung „bdvb-aktuell“ wird in Qualität und Inhalt stärker ausgebaut sowie der Internetauftritt neu gestaltet. Ein Rundschreiben an alle Mitglieder zu Beginn des Jahres 1999 mit dem Titel „Handeln für Mitglieder“ beschreibt deutlich die zukünftige Verbandsarbeit. Der Begriff „Mitgliedschaft mit Mehrwert“ steht auch heute für zahlreiche Vergünstigungen und Rahmenvereinbarungen mit ausgewählten bdvb-Partnern. Die Fachgruppe Gesundheitsökonomie richtet erstmalig am 28. Mai 1999 im Industrie- Club Düsseldorf eine Podiumsdiskussion zum Thema „Forderungen an eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik“ aus. Der bdvb veröffentlicht eine Titelempfehlung, um dem Titelwirrwarr und Abkürzungschaos im Bereich der Wirtschaftswissenschaft ein Ende zu bereiten.

Im Herbst 1999 beschließt das Präsidium eine weit gehende Kooperation mit der WirtschaftsWoche (Verlagsgruppe Handelsblatt). Ab der Ausgabe Nr. 52 des Jahres 1999 erhalten alle bdvb Mitglieder im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenlos die WirtschaftsWoche.

 


1999

bdvb-Logos

Das Jahr 2000 geht als ein besonders erfolgreiches bdvb- Jahr in die Geschichte ein. Positivstes Highlight ist der wahr gewordene Traum eines starken Mitgliederzuwachses. Mehr als 1300 neue Mitglieder sind dem Verband beigetreten.

munikation“ heißt der Titel von bdvb-aktuell zur Jahrtausendwende. Dazu tragen viel beachtete Tagungen und Veranstaltungen genauso bei, wie die zahlreichen Publikationen wie WirtschaftsWoche, iCONOMY, Junge Karriere (nur für Studierende), bdvb-aktuell, der online-Newsletter und das Internet-Angebot unter www.bdvb.de. Auch die Karrierebörsen, um die Diplomarbeitenbörse erweitert, werden online angeboten. Seine Leistungsvielfalt stellt der bdvb in einer ganzseitigen Anzeigenkampagne in den Magazinen WirtschaftsWoche, iCONOMY, Junge Karriere dar.

 


2000

„Qualität schaffen und Wissen vermitteln“ lautet die Strategie für das Jahr 2001. Diese wird klar in 50 Seiten farbigem, inhaltvollem „bdvb-aktuell“ und im Internet-Angebot „Portal für Ökonomen“ umgesetzt. Ein neues Logo, vorgestellt zum 100. Geburtstag, spiegelt die Dynamik des Verbandes wieder.

Seit Mitte des Jahres haben alle bdvb Mitglieder eine kostenlose, persönliche bdvbmail-Adresse mit Mailbox zur schnellen Informationsweitergabe und besserer Kommunikation untereinander. Der bdvb stellt sich dar als ein Verband der modern und effizient denkenden Ökonomen mit einem Altersdurchschnitt von unter 40 Jahren. Mit über 2000 Studierenden ist der bdvb die mit Abstand größte wirtschaftswissenschaftliche Hochschulgruppenorganisation in Deutschland.

Am 15. Dezember 2001 feiert der bdvb mit seinen Mitgliedern und Gästen das 100jährige Bestehen im Roncalli´s Apollo Varieté in Düsseldorf. Festredner sind Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Geschäftsführer des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), der mit „Wirtschaftswissenschaften in Deutschland - Ein Blick zurück aus dem Jahr 2020“ eine ungewöhnliche Perspektive bietet und Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, der seinen Festvortrag über „Die Zukunft unserer Wirtschaftsordnung“ mit einem kurzen Rückblick auf die Vorgänger der WirtschaftsWoche (u.a. unser früheres Verbandsorgan „Der Deutsche Volkswirt) einleitet. Mit mehr als 5000 bdvb-Mitgliedern startet der bdvb erfolgreich in sein nächstes Jahrhundert.

 


2001

„Qualität schaffen und Wissen vermitteln“ lautet die Strategie für das Jahr 2001. Diese wird klar in 50 Seiten farbigem, inhaltvollem „bdvb-aktuell“ und im Internet-Angebot „Portal für Ökonomen“ umgesetzt. Ein neues Logo, vorgestellt zum 100. Geburtstag, spiegelt die Dynamik des Verbandes wieder.

Seit Mitte des Jahres haben alle bdvb Mitglieder eine kostenlose, persönliche bdvbmail-Adresse mit Mailbox zur schnellen Informationsweitergabe und besserer Kommunikation untereinander. Der bdvb stellt sich dar als ein Verband der modern und effizient denkenden Ökonomen mit einem Altersdurchschnitt von unter 40 Jahren. Mit über 2000 Studierenden ist der bdvb die mit Abstand größte wirtschaftswissenschaftliche Hochschulgruppenorganisation in Deutschland.

Am 15. Dezember 2001 feiert der bdvb mit seinen Mitgliedern und Gästen das 100jährige Bestehen im Roncalli´s Apollo Varieté in Düsseldorf. Festredner sind Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Geschäftsführer des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), der mit „Wirtschaftswissenschaften in Deutschland - Ein Blick zurück aus dem Jahr 2020“ eine ungewöhnliche Perspektive bietet und Stefan Baron, Chefredakteur der WirtschaftsWoche, der seinen Festvortrag über „Die Zukunft unserer Wirtschaftsordnung“ mit einem kurzen Rückblick auf die Vorgänger der WirtschaftsWoche (u.a. unser früheres Verbandsorgan „Der Deutsche Volkswirt) einleitet. Mit mehr als 5000 bdvb-Mitgliedern startet der bdvb erfolgreich in sein nächstes Jahrhundert.

 



 

zurück


Service

Suche