Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e. V.


Die betriebswirtschaftlichen Anfänge: Der VDDK

1905

Prof. Eugen Schmalenbach

Bereits im Jahre 1903 entsteht in Berlin der „Verein akademischer Kaufleute“, der regelmäßige Vortrags- und Clubabende veranstaltet. Am 23. Juli 1905 kommen in Köln auf Initiative des späteren Vorstandsvorsitzenden und langjährigen Vorstandsmitglieds, Eugen Schmalenbach, 53 Absolventen von Handelshochschulen zur Gründungsversammlung des „Verbandes der Inhaber Deutscher Handels-Hochschuldiplome“ zusammen. Verbandsziel ist es, die Wahrnehmung der Interessen der Inhaber deutscher Handels-Hochschuldiplome in ihrer Doppelfunktion als Kaufleute und Akademiker zu fördern.


1913

erhält der Verband den Namen „Verband Deutscher Diplom-Kaufleute (VDDK)“, den er bis zu seinem Zusammenschluss mit dem BDV im Jahre 1971 behält. Eine Verbandspublikation erscheint in den ersten Jahren als Beilage in der „Deutschen Wirtschaftszeitung“ unter der Rubrik „Handels-Hochschul-Nachrichten“. Von 1921 an hat der VDDK seine eigene Zeitschrift „Der Diplom-Kaufmann“. Von 1931 bis 1945 heißt sie dann „Der praktische Betriebswirt“.

Als Sprachrohr der Betriebswirte tritt in zunehmendem Maße auch die „Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft“ auf, deren Gründung der VDDK am 4. April 1936 unterstützt. Sie übernimmt auch bald die Organisation des „Deutschen-Betriebswirtschaftler-Tages“. Die Geschäftsführung beider Organisationen liegt bei Dipl.-Kfm. Werner Böhme. Insgesamt werden Ende der dreißiger Jahre bis zum Weltkriegsende die Entwicklung des Verbandes und die Wahrnehmung seiner wissenschaftlichen Aufgaben wesentlich beeinträchtigt.

 


1952

Die Satzung wird im Laufe der Jahre mehrmals neu gefasst und 1952 endgültig formuliert. Oberstes Organ ist – wie auch beim bdvb heute – die Mitgliederversammlung. Der Beirat setzt sich aus Delegierten der einzelnen Bezirks- und Berufsgruppen zusammen. Der Vorstand besteht aus mindestens drei, höchstens fünf Mitgliedern. Als Verbandsaufgaben bestimmt die Satzung: 

  • die Förderung der Wirtschaftswissenschaften durch die Verbreitung betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungen in Verbindung mit Praxis und Lehre
  • die fachliche Förderung der Diplom-Kaufleute, unabhängig von Beruf und Stellung
  • die Wahrnehmung und Förderung der gemeinsamen Interessen der Diplom-Kaufleute

Nach dem zweiten Weltkrieg bringt der Verband zuerst das „Nachrichtenblatt des VDDK“ und ab 1956 bis zur Fusion mit dem BDV in 1971 die „Betriebswirtschaftliche Umschau“ heraus. Zu seiner Halbjahrhundertfeier 1955 veröffentlicht der VDDK in Buchform eine Festschrift, die die 50jährige Entwicklung des Verbandes, die Stellung des Diplomkaufmanns in der Wirtschaft und die zukünftigen Aufgaben wiedergibt.

Nach dem Tode von Dipl.-Kfm. Werner Böhme im Jahre 1968, kommt es zu einer getrennten Entwicklung des VDDK und der Deutschen Gesellschaft für Betriebswirtschaft.

 



 

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