Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e. V.


Pressemitteilung vom 14.01.2016

Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.: Generell gute Aussichten für 2016 – doch Aufschwung steht unter Vorbehalt


Düsseldorf, 14.1.2016 – Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2016 beurteilt der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. überwiegend positiv. Alle Anzeichen deuteten auf ein stabiles Wachstum hin, so die größte und älteste Vertretung von Wirtschaftsakademikern in Deutschland. Allerdings gelte es, sich einer Vielzahl gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen zu stellen und die Probleme der Eurozone nicht aus den Augen zu verlieren.

Auch in den kommenden Monaten erwartet der bdvb e.V. ein stabiles Wirtschaftswachstum in Deutschland. Derzeit deute nichts auf eine Eintrübung des privaten Konsumklimas hin, Einkommens- und Rentenzuwächse wirkten sich ebenso positiv aus wie ein nach wie vor auf Rekordniveau verharrender Ölpreis. Darüber hinaus stünden die Aussichten gut, dass 2016 erneut ein Bestjahr für den deutschen Außenhandel werde.

Nichtsdestotrotz macht der Verband mehrere Risikofaktoren aus, die einer positiven konjunkturellen Entwicklung im Wege stehen können. bdvb Präsident Peter Herrmann: „Uns erfüllt die weiterhin expansive Geldpolitik der EZB mit Sorge, ebenso wie die Prognosen für einige Schwellenländer und insbesondere China, einen unserer wichtigsten Handelspartner.“

Auch gelte es, das ramponierte Image der Wirtschaft zu verbessern. „2015 wird vielen als ein Jahr der Skandale in Erinnerung bleiben – ganz gleich ob in der Automobilwirtschaft, im Sport oder im Bankenwesen. Hier muss mit allen Mitteln dem Eindruck entgegengewirkt werden, dass Manipulationen und Korruption in der Wirtschaft gang und gäbe sind.“

Schließlich zähle es zu den größten Herausforderungen, ein weiteres Auseinanderdriften der Europäischen Union zu verhindern. „Der Dissens in der Frage, wie Europa mit Bürgerkriegsflüchtlingen umgehen soll, droht unsere Gesellschaften ebenso zu spalten wie die Union selbst. Zudem verdeckt er die weiterhin vorhandene Schwäche insbesondere der südlichen Staaten. Die Politik muss hier schnell zu Lösungen finden, damit Europa ein prosperierender Wirtschaftsraum bleibt – auf einem gemeinsamen und für alle verbindlichen Werte-Fundament“, so Herrmann.

 

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