Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e. V.


Pressemitteilung 02.09.2016

Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte: TTIP ist eine wichtige Etappe – „Ziel des globalen Freihandels nicht aus den Augen verlieren“

 

Düsseldorf, 02.09.2016 – Der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb e.V.) warnt die Parteien davor, berechtigte Diskussionen über die aktuell verhandelten Freihandelsabkommen TTIP und CETA im Vorfeld von Landtags- und Bundestagswahlen ins Unsachliche und Populistische abgleiten zu lassen. Bei aller Kritik seien TTIP und CETA wichtige Weichenstellungen auf dem Weg zu einem globalen Freihandel.

Was die konkrete Ausgestaltung der Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada angeht, zeigt sich indes auch die Mitgliedschaft der größten und ältesten Vertretung von Wirtschaftsakademikern in Deutschland gespalten – das belegt eine aktuelle Umfrage, deren Ergebnisse die WirtschaftsWoche am heutigen Freitag veröffentlicht. Ein Ergebnis: Mit einer überraschend knappen Mehrheit von nur 54% votierten die Mitglieder für eine Fortführung der TTIP-Verhandlungen, 46% sprechen sich für einen Abbruch der Verhandlungen aus.

Verbandspräsident Peter Herrmann: „Es ist fast genau auf den Tag zwei Jahre her, dass der bdvb von der Europäischen Union ein selbstbewussteres Auftreten in den Verhandlungen zu TTIP und vor allem deutlich mehr Transparenz und Öffentlichkeit gefordert hat. Heute müssen wir feststellen: Viele unserer Mitglieder sind von der der Intransparenz des Prozesses und der Informationspolitik der Bundesregierung enttäuscht.“

Die Idee des Freihandels bleibt von dieser Kritik vieler Ökonomen jedoch unberührt. Herrmann: „In der Umfrage wird ebenso klar, dass Verband und Mitglieder den Freihandel als wichtiges Instrument ansehen, um Wohlstand zu generieren. TTIP und CETA sind nicht isoliert zu betrachten, sondern stellen Etappen auf dem Weg zu einem wirklich globalen und fairen Freihandel dar, der das Ende kartellierter Teilmärkte bedeutet. Wie auch immer die weiteren bilateralen Verhandlungen sich gestalten mögen: Das Ziel des globalen Freihandels dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.“

Lesen Sie hierzu auch den Gastbeitrag von Wilhelm Ungeheuer, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, auf WirtschaftsWoche Online.

 

zurück zur Übersicht


Service

Suche