09.06.2026
VBM: Von Meilensteinen bis Reformideen für Vereinbarkeit und Gleichstellung

  • 13:30 -17:00 Uhr

  • ALEX Offener Kanal Berlin, Rudolfstraße 1-8, 10245 Berlin (S-Bahn Warschauer Str.)

  • Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)

  • Anmeldung unter: event@vbm-online.de

 

VBM – seit 1990 die unabhängige Lobby für (zukünftige) berufstätige Mütter, Eltern und Care-Leistende: Von Meilensteinen bis Reformideen für Vereinbarkeit und Gleichstellung

 

Am 09. Juni 2026 diskutiert der Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) mit Spitzen-Expert:innen Wege aus der Care-Krise, den realen Gender Pay Gap und stellt exklusiv die neue Prognos-Elterngeld-Expertise vor. Im Fokus stehen die interdisziplinäre Analyse aktueller Regierungspläne und Empfehlungen der Wirtschaftsweisen sowie innovative Impulse des VBM als eine der Sachverständigen aus der jüngsten NRW-Landtagsanhörung.

 

BERLIN – Die deutsche Familienpolitik steht vor einem tiefgreifenden Systemkollaps. Während politische Entscheidungsträger:innen über Kürzungen diskutieren, verharren geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf Rekordniveau. Dieses Event verlässt die klassische Nische der Familienpolitik und führt Spitzen-Expertise aus Ökonomie, Verwaltung und Digitalisierung, Verfassungsrecht und Recht sowie Intersektionalität als auch langjährige ehrenamtliche politische Pionierarbeit zusammen.

 

Der VBM lädt Sie herzlich zu dieser hochkarätigen Runde ein:

 

Die wichtigsten Eckdaten der Veranstaltung

  • Datum & Uhrzeit: Dienstag, 09. Juni 2026
  • Ablauf: Einlass: 13:30–13:50 Uhr | Live-Programm: 14:00–16:30 Uhr | Vernetzung: 16:30–17:00 Uhr
  • Ort: ALEX Offener Kanal Berlin, Rudolfstraße 1-8, 10245 Berlin (S-Bahn Warschauer Str.)
  • Veranstalter: Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)

 

Das hochkarätige Line-Up auf dem Podium

  • Gesamtmoderation: Lilian Boehme (Klartext mit Lilly), Medienprofi für zuschauernahe politische Debatten.
  • Grußwort: Franziska Büschelberger, Initiatorin von Unpaid Care Work, Expertin für unbezahlte Sorgearbeit.
  • Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM) und Initiatorin des Equal Pension Day, von #MeForHer.International und von Unpaid Voluntary Work.
  • Karsten Bunk, Fördermitglied und Berater des Vorstand, Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM), ehemals Leiter der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA), Verwaltungs- und Digitalisierungsexperte.
  • Willi Rugen, Sprecher des Fachausschuss Wirtschaft, Finanzen und Soziales des Bundesverband deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb), Präsident des bdvb 2019-2025.
  • Andrea Rupp, Schatzmeisterin des Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM), ehemals Vorsitzende des Frauenrats NRW, ehem. Bundesvorstand djb und UN Women Deutschland
  • Alain Missala, Initiator von Black Dads Germany, Experte für Intersektionalität und Mehrfachdiskriminierung.
  • Judith Münter, Mitfrau des Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM), berufstätige Mutter mit Diskriminierungserfahrung im Öffentlichen Dienst, Impulsgeberin/Spenderin der Elterngeld-Expertise.
  • Barbara Stadler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM).

 

Inhaltliche Schwerpunkte und politische Hebel

Strukturelle Fehler im deutschen Steuer-, Renten-, Sozial- und Verwaltungsrecht bestrafen unbezahlte Sorge- und Ehrenamtsarbeit von Müttern und Eltern systematisch. Der reale Gender Care Gap bei Eltern mit Kindern und der Gender Pension Gap bei eigen erworbenen Ansprüchen über alle drei Säulen verharren bei durchschnittlich rund 50 Prozent. Und der Gender Pay Gap? Transparenz der Gehälter wird vom VBM seit 2012 gefordert. Die Berechnung des realen Gender Pay Gap – unter Einbeziehung aller Boni und Incentives sowie entgeltwerten Leistungen auch der Versicherungs- und Finanzbranche, wie vom VBM seit über zehn Jahren gefordert – übersteigen offizielle Zahlen zum Gender Pay Gap sicherlich deutlich. Auch vor dem Hintergrund der anstehenden Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie gewinnt diese Debatte rasant an politischer Brisanz.

 

Der VBM präsentiert konkrete Reformkonzepte und stellt folgende Aspekte zur Diskussion:

 

  1. Interdisziplinärer Faktencheck: Kritische Analyse geplanter Gesetzesänderungen der Bundesregierung sowie der Empfehlungen der Wirtschaftsweisen.
  2. Wegweisende Landtags-Stellungnahme: Innovative, ganzheitliche Impulse für den Reformprozess aus der VBM-Anhörung als Sachverständige im Landtag NRW vom 22. April 2026.
  3. Exklusive Erstveröffentlichung: Vorstellung von Auszügen der vom VBM bei Prognos AG beauftragten Expertise zur realen Wirkungsweise des lohnarbeitszentrierten Elterngelds.
  4. Der „VBM-Familienservice“: Konzept, das zeigt, wie Familienleistungen unbürokratisch aus einer Hand direkt bei den Leistungsberechtigten ankommen können.
  5. Intersektionale Gerechtigkeit: Im Dialog mit Black Dads Germany rücken Mehrfachdiskriminierungen (Rassismus kombiniert mit der Care-Falle) in den Fokus, um Lücken klassischer „weißer“ Mittelschichts-Politik zu schließen.

 

Politisches Statement des Verbandes

„Unsere patriarchalischen Strukturen im Steuer-, Sozial- und Verwaltungs- und Rentenrecht bestrafen unbezahlte Sorgearbeit und Ehrenamt noch immer. Das drängt insbesondere uns Mütter trotz lebenslanger Leistung im Alter systematisch in die Armut. Wir bringen unsere 35-jährige ehrenamtliche Expertise als unabhängige Lobby für (zukünftige) berufstätige Mütter, Eltern und unbezahlt Care-Leistende jetzt direkt in den Reformprozess ein, um Gleichstellung endlich über den gesamten Lebensverlauf hinweg rechtlich und wirtschaftlich zu verankern.“
Cornelia Spachtholz, Vorstandsvorsitzende des VBM e.V.

 

Über den Verband berufstätiger Mütter e.V. (VBM)

Der VBM wurde 1990 am Küchentisch in Köln gegründet und leistet seit über 35 Jahren erfolgreiche Pionierarbeit. Als strukturell nicht finanziell geförderter, gemeinnütziger Verband arbeitet der VBM rein im leidenschaftlichen Ehrenamt. Er agiert überparteilich sowie überkonfessionell und versteht sich als unabhängige politische Lobby für (zukünftige) berufstätige Mütter, Eltern und Care-Leistende in ihrer gesamten Diversität. Ziel ist die echte Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Privatleben und Ehrenamt  – für Frauen UND Männer.

Equal Pension Day, eine Initiative des VBM

Das VBM-Dschungelbuch: über 100-seitiger Ratgeber zu Vereinbarkeit

 

Gremien, Mitgliedschaften und Unterstützerin (Auszug):

Deutscher Frauenrat, UN Women Deutschland, Bündnis Gemeinsam gegen Sexismus, Bündnis Kindergrundsicherung, CEDAW Allianz Deutschland, Berliner Erklärung, BildungswendeJETZT, Forum Bildungspolitik Bayern, Frauenrat NRW, Equal Care Day München

Erstunterzeichnerin (2008) Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie

Bündnisfreundin: Lokale Bündnisse für Familie

 

Die Veranstaltung wird auch live-gestreamt.

 

Anmeldung unter event@vbm-online.de 

 

Bildquelle: AdobeStock | #377242647
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